
Dachbegrünungen schaffen wertvolle Vegetationsflächen und bieten zahlreiche ökologische und bauliche Vorteile. Doch wo Pflanzen wachsen, spielt auch der Brandschutz eine wichtige Rolle. Besonders während längerer Trockenperioden können Pflanzenteile austrocknen und brennbar werden. Ein erhöhtes Brandrisiko entsteht dadurch jedoch nicht automatisch. Entscheidend sind die fachgerechte Planung, der richtige Aufbau und die dauerhafte Pflege des Gründachs.
Brennen kann bei einem Gründach vor allem trockene oberirdische Biomasse. Dazu gehören beispielsweise abgestorbene Gräser, Blätter oder andere vertrocknete Pflanzenteile. Wie groß die daraus entstehende Brandlast ist, hängt daher wesentlich von Art, Dichte und Zustand der Vegetation ab.
Die Pflanzen stehen allerdings nicht unmittelbar auf der Dachabdichtung. Zwischen Vegetation und Dach befinden sich Substrat und weitere Funktionsschichten. Vor allem mineralisch geprägtes Dachsubstrat kann die Ausbreitung eines Feuers nach unten begrenzen. Selbst bei starker Wärmeeinwirkung kann die Vegetation oberhalb des Substrats geschädigt werden oder brennen, ohne dass sich das Feuer durch den gesamten Gründachaufbau fortsetzt.
Für den Brandschutz muss deshalb zwischen brennbarer Vegetation an der Oberfläche und dem Brandverhalten des gesamten Dachaufbaus unterschieden werden.
Eine zentrale Anforderung an Dächer ist der Schutz vor Bränden, die von außen auf das Gebäude einwirken. Genau hier kommt der Begriff „Harte Bedachung“ ins Spiel. Damit ist eine Bedachung gemeint, die ausreichend widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme ist.
Flugfeuer kann beispielsweise entstehen, wenn bei einem Brand glühende oder brennende Teile durch die Luft auf ein anderes Gebäude gelangen. Strahlende Wärme kann wiederum ein benachbartes Dach stark erhitzen, ohne dass die Flammen dieses direkt erreichen.
Auch eine Dachbegrünung kann die Anforderungen an eine solche widerstandsfähige Bedachung erfüllen. Dabei kommt es jedoch auf den Aufbau und die Ausführung der Begrünung an.
Extensive Dachbegrünungen besitzen einen vergleichsweise niedrigen Aufbau und werden meist mit Sedum, Kräutern, Moosen oder niedrig wachsenden Gräsern bepflanzt. Damit sie als widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme gelten können, sind vor allem folgende Punkte relevant:
Bei intensiven Dachbegrünungen sind die Voraussetzungen andere. Sie verfügen über deutlich stärkere Substratschichten und ermöglichen eine Vegetation, die von Stauden und Gräsern bis hin zu Sträuchern und kleineren Gehölzen reichen kann.
Die größere Pflanzenmasse klingt zunächst nach einem höheren Brandrisiko. Gleichzeitig liegt zwischen Vegetation und Dachabdichtung jedoch wesentlich mehr Substrat. Diese starke Substratschicht ist für die brandschutztechnische Beurteilung von großer Bedeutung. Intensive Dachbegrünungen werden daher fachlich grundsätzlich als widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme angesehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Gestaltung der Vegetation beliebig ist. Insbesondere bei höheren Gräsern, Sträuchern oder Gehölzen müssen mögliche Brandlasten sowie die Abstände zu Gebäudeteilen und Dachaufbauten berücksichtigt werden.
Auch eine fachgerecht angelegte Dachbegrünung verändert sich mit der Zeit. Pflanzen wachsen und breiten sich aus, Fremdbewuchs kann entstehen und abgestorbene Pflanzenteile können sich ansammeln. Eine regelmäßige Pflege trägt deshalb dazu bei, den brandschutzgerechten Zustand dauerhaft zu erhalten.
Bei einem Solargründach verändert die Photovoltaikanlage die Bedingungen auf der begrünten Dachfläche. Unter und zwischen den Modulen entstehen unterschiedliche Licht-, Wärme- und Feuchtigkeitsverhältnisse, wodurch die Vegetation stellenweise stärker, schwächer oder anders wachsen kann. Gleichzeitig kommen mit Modulen, Verkabelung und weiteren Bauteilen technische Komponenten hinzu, die beim Brandschutz berücksichtigt werden müssen.
Entscheidend sind daher vor allem:
Beim Brandschutz eines Gründachs geht es nicht darum, jede brennbare Pflanze vom Dach fernzuhalten. Entscheidend ist vielmehr, eine mögliche Brandentstehung und insbesondere die weitere Ausbreitung eines Feuers zu begrenzen.
Dafür greifen verschiedene Maßnahmen ineinander: geeignetes Substrat, ausreichend dimensionierte Schichten, vegetationsfreie Bereiche, passende Pflanzen und eine regelmäßige Pflege. Bei Solargründächern kommt die Abstimmung mit der Photovoltaikanlage hinzu.
Brandschutz ist damit kein Zusatz, der erst nach Fertigstellung einer Dachbegrünung betrachtet wird. Er ist Bestandteil eines fachgerecht geplanten Gründachaufbaus.
Dann stehen wir Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.
BENNING Dachbegrünung GmbH – Wir sind ihr Ansprechpartner und Experte rund um intensive und extensive Dachbegrünung. Die Dachbegrünung ist ein Teilgebiet der Bauwerksbegrünung, welche sich aus Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung zusammensetzt.
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