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Nachträgliche Dachbegrünung – Voraussetzungen und Möglichkeiten

nachträgliche Dachbegrünung

Viele Dächer im Bestand bleiben ungenutzt, obwohl sie sich sinnvoll weiterentwickeln lassen. Eine nachträgliche Dachbegrünung macht aus reinen Dachflächen funktionale Flächen mit zusätzlichem Nutzen für Gebäude und Umgebung. Sie wirkt sich positiv auf das Klima, die Dachkonstruktion und den Umgang mit Regenwasser aus und wird deshalb im Bestand immer wichtiger.

Was bedeutet nachträgliche Dachbegrünung?

Die nachträgliche Dachbegrünung beschreibt die Begrünung bestehender Dachflächen, die ursprünglich nicht für eine Vegetationsschicht vorgesehen waren. Im Gegensatz zur Planung im Neubau erfolgt die Umsetzung im Bestand und erfordert eine genaue Analyse der vorhandenen baulichen Gegebenheiten.

Eine nachträgliche Dachbegrünung besteht aus mehreren funktionalen Schichten. Dazu zählen unter anderem eine wurzelfeste Abdichtung, Schutz- und Drainschichten, ein geeignetes Substrat sowie die eigentliche Vegetation. Diese Systemaufbauten ermöglichen eine dauerhafte Begrünung und sichern gleichzeitig die Funktion des Daches.

Herausforderungen und mögliche Einschränkungen

Die nachträgliche Dachbegrünung eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Aufwertung bestehender Gebäude, erfordert jedoch eine sorgfältige Prüfung der vorhandenen Gegebenheiten. Im Bestand treffen unterschiedliche Dachaufbauten, Materialien und statische Voraussetzungen aufeinander, die eine individuelle Planung notwendig machen. Technische, wirtschaftliche und konstruktive Faktoren beeinflussen die Umsetzbarkeit maßgeblich und bestimmen, welches Begrünungssystem realisierbar ist.

  • Begrenzte Tragfähigkeit: Zusätzliche Lasten durch Substrat, Wasser und Vegetation erfordern eine statische Prüfung
  • Ungeeignete Dachabdichtung: Fehlende Wurzelfestigkeit kann eine Sanierung oder Erneuerung notwendig machen
  • Dachneigung: Steilere Dächer benötigen spezielle Sicherungssysteme gegen Abrutschen
  • Entwässerungssituation: Bestehende Systeme müssen an die Anforderungen der Begrünung angepasst werden
  • Zugänglichkeit der Dachfläche: Erschwerte Erreichbarkeit kann Planung und Umsetzung aufwendiger machen
  • Investitionskosten: Planungs-, Material- und Ausführungskosten variieren je nach Ausgangssituation

Voraussetzungen für eine nachträgliche Dachbegrünung

Eine fachgerecht umgesetzte nachträgliche Dachbegrünung basiert auf klar definierten baulichen und technischen Voraussetzungen. Die Analyse des Bestands bildet die Grundlage jeder Planung und stellt sicher, dass die Dachfläche langfristig funktionsfähig bleibt. Tragfähigkeit, Abdichtung und Entwässerung müssen optimal aufeinander abgestimmt sein, um eine nachhaltige Begrünung zu ermöglichen.

  • Ausreichende Statik: Das Gebäude muss die zusätzlichen Lasten dauerhaft aufnehmen können
  • Wurzelfeste Abdichtung: Schutz der Dachkonstruktion vor Durchwurzelung und Feuchtigkeitsschäden
  • Geeigneter Dachaufbau: Kompatibilität mit den notwendigen Schichten eines Gründachsystems
  • Passende Dachneigung: Ideale Voraussetzungen bei Flachdächern oder leicht geneigten Flächen
  • Funktionierende Entwässerung: Sicherstellung der kontrollierten Ableitung überschüssigen Wassers
  • Zugänglichkeit für Pflege: Wartung und Kontrolle müssen langfristig möglich bleiben

Extensive Dachbegrünung im Bestand

Die extensive Dachbegrünung eignet sich besonders gut für die nachträgliche Dachbegrünung von Bestandsgebäuden. Sie zeichnet sich durch eine geringe Aufbauhöhe und ein vergleichsweise niedriges Gewicht aus.

Typische Pflanzenarten sind Sedum, Moose und Kräuter, die sich durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit auszeichnen. Diese Vegetation benötigt nur wenig Pflege und kommt mit geringen Substratstärken aus. Dadurch bleibt die zusätzliche Belastung für das Gebäude überschaubar.

Die extensive nachträgliche Dachbegrünung eignet sich vor allem für Dächer, die nicht aktiv genutzt werden. Sie erfüllt in erster Linie ökologische und bauphysikalische Funktionen. Dazu zählen die Verbesserung des Mikroklimas, die Rückhaltung von Regenwasser sowie der Schutz der Dachabdichtung.

Durch den geringen Pflegeaufwand und die vergleichsweise einfache Umsetzung stellt die extensive Dachbegrünung eine wirtschaftliche Lösung im Bestand dar.

Intensive Dachbegrünung im Bestand

Die intensive Dachbegrünung bietet deutlich umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten. Sie ermöglicht die Anlage von Dachgärten mit Stauden, Sträuchern und sogar kleineren Bäumen.

Im Vergleich zur extensiven Variante erfordert die intensive nachträgliche Dachbegrünung jedoch einen höheren technischen Aufwand. Der Aufbau fällt deutlich stärker aus, wodurch sich die Anforderungen an die Statik erhöhen. Zusätzlich entsteht ein höherer Pflegebedarf, da die Vegetation regelmäßig bewässert und gepflegt wird.

Die intensive Dachbegrünung eignet sich vor allem für Gebäude, deren Dächer aktiv genutzt werden sollen. Dazu zählen beispielsweise Dachterrassen oder Aufenthaltsflächen. In diesen Fällen entsteht zusätzlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität.

Trotz des höheren Aufwands bietet die intensive nachträgliche Dachbegrünung erhebliche Mehrwerte. Sie verbindet ökologische Funktionen mit einer attraktiven Nutzung und steigert gleichzeitig den Wert der Immobilie.

Nachträgliche Dachbegrünung – die Vorteile

Die nachträgliche Dachbegrünung entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Maßnahme im Umgang mit bestehenden Gebäuden. Sie verbindet ökologische, technische und wirtschaftliche Aspekte und schafft einen nachhaltigen Mehrwert für Gebäude und Umgebung. Durch die Nutzung vorhandener Dachflächen entstehen zusätzliche Funktionen, die weit über die reine Dachabdichtung hinausgehen:

  • Verbesserung des Mikroklimas: Reduzierung von Hitzeentwicklung und Kühlung der Umgebung
  • Regenwasserrückhalt: Speicherung und verzögerte Abgabe von Niederschlägen
  • Schutz der Dachabdichtung: Verlängerung der Lebensdauer durch Schutz vor Witterungseinflüssen
  • Steigerung der Energieeffizienz: Verbesserung der Wärmedämmung im Winter und Hitzeschutz im Sommer
  • Förderung der Biodiversität: Schaffung von Lebensräumen für Insekten und Vögel
  • Aufwertung der Immobilie: Erhöhung von Funktionalität, Ästhetik und langfristigem Wert

Haben Sie Fragen zum Thema der nachträglichen Dachbegrünung? Dann stehen wir Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

BENNING Dachbegrünung GmbH – Wir sind ihr Ansprechpartner und Experte rund um intensive und extensive Dachbegrünung. Die Dachbegrünung ist ein Teilgebiet der Bauwerksbegrünung, welche sich aus Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung zusammensetzt.

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Bild: unsplash.com von Lucas Gallone